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Heftarchiv – Leseproben

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[€ 11.00]  ISBN 978-3-943297-28-7


Leseprobe aus Heft 2/2016

Defoe, Daniel

Kurze Geschichte der pfälzischen Flüchtlinge. Mit einer Vorbemerkung von John Robert Moore


Sehr geehrter Herr,

in dem letzten Brief, den von Ihnen zu erhalten Sie mich auszeichneten, beliebten Sie, außer anderen wichtigen Dingen, welche Ihrer gestrengen und kundigen Feder würdig, zu sagen, daß die Nachricht von der Ankunft so vieler bedrängter Pfälzer zu einem Zeitpunkt, da es in jenen Gebieten keine schreiende Verfolgung gab, die Leute in Ihrer Gegend gar sehr verwunderte, und daß so viele Fremde in Südbritannien aufzunehmen und zu ernähren zu einem Zeitpunkt, da der Handel flau, Beschäftigung knapp, uns ein langer Krieg aufgehalst und jedwede Nahrung dermaßen teuer war, bei Ihnen so mannigfach diskursiert wurde, mit plausiblen Argumenten pro und contra, daß es schwierig erschien zu erkennen, ob diejenigen recht haben, die sich für die Aufnahme und Versorgung der Pfälzer aussprachen, oder diejenigen, die entschieden gegen die Aufnahme von weiteren Fremden nach England auftraten (zumal, wie die Umstände gegenwärtig beschaffen sind).

Einige werden behaupten, die Verköstigung und künftige Versorgung der Pfälzer, in ihrem gegenwärtigen elenden Zustand, bis sie so untergebracht werden können, um durch Fleiß und ehrliche Arbeit für sich selbst aufzukommen, sei nicht nur ein großer Akt christlicher Nächstenliebe, sondern eine Ehre und ein beträchtlicher Gewinn für die gesamte britische Nation, da sie deren Macht und Herrlichkeit vergrößert, den Handel fördert und den Reichtum des Königreiches mehrt: Während andere gegen diese Meinung heftig wettern und sagen, zu diesem Zeitpunkt eine solche Menge von Ausländern hereinbringen heiße die Lebensmittel noch mehr verteuern; unsere einheimischen Handwerker und Arbeitsleute brotlos machen und die Zahl unserer eigenen Armen erhöhen, die bereits zu viele sind und der Nation allzusehr zur Last fallen.

Dieser Einwand, Sir, belieben Sie zu sagen, der zu viele Münder mit Geschrei und Gezeter füllt, ist keiner, den Sie erheben oder billigen (und das glaube ich gern), da Sie sich ganz auf die mildtätige Seite verlegt haben und darauf, dem Befehl Ihrer Majestät zu gehorchen und Dero frommem Beispiel zu folgen, indem Sie Ihr Äußerstes für diese bedrängten protestantischen Brüder tun; allerdings würden Sie mit Argumenten aus London versehen werden, das Sie den Urquell des Gesprächs nennen, um auf die Anmaßungen und das Gezeter von Personen zu antworten, die gegen die armen Pfälzer voreingenommen sind, so daß Sie dadurch vermögend sind, auf ihre Einwendungen zu antworten, um das Interesse dieser leidenden Christen zu fördern, wenn die für diesen Zweck bestimmten Bittbriefe bei Ihnen verlesen werden, mit dem Ziel, Ihre Kollekten zu den Bedürfnissen der unglückseligen Fremden einigermaßen ins Verhältnis zu bringen.

Diesem, Sir, belieben Sie eine bescheidene Bitte hinzuzufügen, daß ich Sie auch mit der genauen Zahl der bereits eingetroffenen Pfälzer versehe. Aus welchen Gebieten sie kamen? Wie sie in diese schlimme Not gerieten? Welche Maßnahmen zu ihrer Ernährung bei ihrer ersten Ankunft ergriffen wurden? Welche danach? Und in welcher Weise sie untergebracht werden sollen, auf daß es Ihrer Majestät zur ewigen Ehre, unserer Religion zum Ruhm sowie der Nation, ihnen selbst und ihren Nachkommen zum Vorteil gereichen möge.

Und also, Sir, damit ich Ihren Befehlen willfahren, Ihren Erwartungen genügen und auf die in Ihrer Anfrage erwähnten mildtätigen Vorhaben antworten kann, habe ich mich seit geraumer Zeit beflissen, mir Kenntnis über sämtliche in Ihrem Brief enthaltenen Umstände zu verschaffen; was hoffentlich den Aufschub meiner Antwort entschuldigt, da ich sie nicht auf persönliche Vorlieben, irrige Vorstellungen oder verbreitete Gerüchte gründen wollte, sondern auf authentische Aussagen und verantwortbare Berichte, die zu geben mir geziemt und Ihnen, sie zu empfangen und weiterzugeben an andere gute Menschen wie Sie selbst, welche, fürchte ich, allzu beeindruckt sind von falschen Auffassungen in der Politik, heterodoxen Maximen in Betreff der Religion und empörenden Äußerungen über die gesetzgebenden Gewalten; oder sonst könnte es zu dieser Tageszeit keinen Zweifel geben, ob die Vervielfachung der Einwohnerzahl zu Macht, Herrlichkeit und Reichtum eines Königreiches beiträgt, ist es doch das feste und erprobte Prinzip des gesamten vernunftgelenkten Teils der Menschheit, daß Menschen Reichtum, Ehre und Macht einer Nation sind und der Wohlstand im gleichen Verhältnis wächst wie die zusätzliche Einwohnerzahl; weshalb der kluge Gesetzgeber den Griechen riet, sie sollten, wollten sie reich und mächtig sein und eine bedeutende Rolle in der Welt spielen, ablassen vom Hochmut und der Eitelkeit ihrer Vergnügungen, Wettkämpfe und Spiele und die Zahl der fleißigen, tätigen und emsigen Menschen vergrößern, welche sie in Kriegszeiten verteidigen und in Friedenszeiten wohlhabend und gefürchtet machen würden. Ihnen, Sir, der Sie sich in der Römischen Geschichte trefflichst auskennen, brauche ich nicht zu sagen, daß Rom, da ein Asylum für Fremde, das Projekt war, das es zur Herrscherin über den größten Teil der damals bekannten Welt machte; und alle Nationen, welche dieselben Methoden anwandten, haben daraus ebenso ihren Nutzen gezogen.

Doch um nicht in die Ferne zu schweifen oder den undeutlichen Fußstapfen des Altertums zu folgen, gebe ich Ihnen ein paar beachtenswerte Beispiele von den festen Gepflogenheiten einiger der weisesten und überaus staatsklugen benachbarten Fürsten und Länder, die es für ihren Vorteil wie auch für ihre Ehre erachten, solch fleißigen Fremden, welche die Bedrückung in Gewissensdingen oder anderes aus ihrer Heimat vertrieben hatte, Ermutigung und Anreiz zu geben, ihren Lebensunterhalt anderswo zu suchen. So hat der kürzlich abgelebte Kurfürst von Brandenburg, der in der Kenntnis der Religionspflichten und wahren Regierungsmaximen niemandem nachstand, aus christlichem Mitgefühl mit den verfolgten Protestanten Frankreichs diese eingeladen, in seine Lande zu kommen und sich dort anzusiedeln; und ihnen, als sie kamen, außer anderen zeitweiligen Privilegien, Holz sowie das Fuhrwerk dafür gegeben, um sich an Örtern nach ihrem Gefallen Häuser zu bauen, sowie pro Kopf zwischen einhundert und zweihundert Kronen, um sich mit all dem zu versorgen, dessen sie bedurften, um sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können. Vergünstigungen, welche sie so gut nutzten, daß die Wohltätigkeit des Kurfürsten ihm nach kurzer Zeit mehr als zwiefach für seine Staatseinnahmen vergolten wurde, so daß der gegenwärtige erlauchte König von Preußen, zur Belohnung ihres Fleißes, die Frist ihrer Befreiung von öffentlichen Steuern und anderen Lasten von fünfzehn auf zwanzig Jahre verlängert hat. Den gleichen Wohltätigkeitsdienst erwies dieser Kurfürst von Brandenburg den armen Pfälzern, die durch das barbarische Hausen der Franzosen gezwungen wurden, ihr Land zu verlassen und in das Reich dieses Kurfürsten in Deutschland auszuwandern. Es gibt auch eine gedruckte Relation in deutscher Sprache von den großen Immunitäten und Privilegien, die dieser Kurfürst der Pfälzer Kolonie gewährte, welche auswanderte und sich in Magdeburg ansiedelte, im Jahre 1689, in dem diese bedrängten Protestanten eine sichere Freistatt, ein auskömmliches Dasein durch eigenen Fleiß fanden, und gegenwärtig soll sie dem König von Preußen 100 000 Kronen jährlich einbringen; und der muß in den europäischen Angelegenheiten wahrlich gänzlich unbewandert sein, der nicht weiß, welch andere große Dinge der König von Preußen für die armen bedrängten Pfälzer Flüchtlinge seither getan hat und noch tut, sooft die Vorsehung dazu Gelegenheit verschafft; wobei Gott ihn so segnet, daß es ihm stets zum weltlichen Nutzen wie auch zur Gewissensbefriedigung ausschlägt, indem er Gutes für den Haushalt des Glaubens tut. Und warum man in Großbritannien Beschwerde führen sollte über diese Taten der Nächstenliebe, die man bei anderen Fürsten für ruhmvoll hält, vermag ich mir nicht anders zu erklären als durch einen Mangel an gehöriger Aufklärung im Vorstehenden und das Verharren in alten Irrtümern zum Schaden bekannter und erprobter Wahrheiten: törichte Vorurteile, die zu zerstreuen ich Ihnen weitere wiederholte Beweise jener unanfechtbaren und allgemein anerkannten Politikmaxime geben werde, daß Scharen von Menschen Macht und Reichtum einer Nation sind.

Dieser Grundsatz wurde von den klugen und umsichtigen Holländern beherzigt, sogar schon seit der Kindheit ihres nunmehr Hohen und Mächtigen Staates, und hatte stets seine Wirkungen; denn indem sie bedrängte Fremde, besonders Protestanten, verköstigten und ihnen beistanden, wurden sie in den Stand gesetzt, die Spanier zu besiegen und das Joch der Knechtschaft abzuwerfen, das die Schultern dieses nunmehr gewaltigen Volkes so lange wundgerieben hatte: eine Praxis, die sie danach fortsetzten, wann immer die Gelegenheit sich bot. Im Jahre 1670, als in Frankreich die grausame Verfolgung wütete, erwies dieser Staat, durch ein öffentliches Edikt, Gastfreundschaft und Hilfe all jenen Unterdrückten, die es für richtig hielten, in diesem Reich einzuwohnen; und um zu zeigen, daß sie noch im selben Grundsatz fortfahren, obzwar sie kein Land mehr urbar machen oder Schleusen bauen können und bereits jetzt mehr als zehn Menschen gegenüber einem bei uns auf derselben Fläche haben, erließen die Staaten von Holland und Westfriesland, nach dem Beispiel unserer Gesetzgebung in dem neuen Act of Naturalization of Foreign Protestants, ein Placaert, welches das Datum vom 16. des vergangenen Juli trägt, für eine allgemeine Einbürgerung der protestantischen Flüchtlinge, welches folgt:

»Hiermit sei kund und zu wissen gegeben, daß sie in Erwägung dessen, daß die Herrlichkeit und Wohlfahrt eines Landes gemeinhin in der Vielzahl seiner Bewohner besteht und daß absonderlich die Provinzen an Macht und Reichtum wuchsen durch den Zustrom unglücklicher und verstreuter Personen, die, ihres Bekenntnisses zur wahren reformierten Religion oder anderer Bedrückungen wegen aus ihrem Lande vertrieben, in dieser Provinz Zuflucht gesucht haben und nun seit langen zum Wachstum von Handel, Manufakturen und öffentlichem Reichtum beitragen. Daß, ferner, die Flüchtlinge, die Frankreich ihrer Religion halber verließen und nun schon etliche Zeit in diesem Lande leben, sich der gewogenen Aufmerksamkeit der Regentschaft für sich und ihre Familien nicht unwürdig erwiesen haben und folglich deren allgemeinen Schutz genießen sollen, wie die übrigen Einwohner. Aus diesen Gründen haben wir es für richtig befunden, zu befehlen und anzuordnen, wie wir es hierdurch tun, daß alle Personen, welche aus dem Königreich Frankreich, oder anderen Ländern, des Bekenntnisses zur wahren reformierten Religion halber ausgewandert und Zuflucht in den Provinzen Holland und Westfriesland gesucht und sich dort angesiedelt haben, wie auch die Kinder, die sie mit sich brachten, oder welche in Zukunft entweder direkt aus Frankreich, oder anderen Ländern, Zuflucht in dieser Provinz nehmen und dort ihren Wohnsitz wählen, hinfort aufgenommen und als Untertanen und Landeskinder von Holland und Westfriesland anerkannt werden sollen, was wir hiermit tun; und kraft dessen in Zukunft sämtliche Privilegien und Vorrechte haben sollen, die unsere übrigen eingeborenen Untertanen haben; und daß sie folglich das Recht auf Einbürgerung haben sollen, gemäß dem Wortlaut unseres Beschlusses, welcher das Datum des 25. September 1670 trägt. Daß daher alle, welche diese unsere Gunst nutzen wollen, sich persönlich an den Präsidenten oder die Räte des für sie zuständigen Gerichts wenden sollen, oder an die Räte der Städte, die Vögte und Friedensrichter der Dörfer, wo sie ansässig sind oder ihren Wohnsitz zu nehmen gedenken; welche, nach einer kurzen Prüfung, um festzustellen, ob die besagten Personen wirklich Flüchtlinge im vorgenannten Sinne sind, deren Namen registrieren, auf daß dieser für immer ersichtlich sei. Und damit jedermann hiervon Kunde erhalte, ordnen wir hierdurch an, daß es öffentlich gemacht und ausgehängt und in der üblichen Weise durchgeführt wird. Gegeben in Den Haag, am 18. Juli, 1709. Unterschrieben

Simon van Beaumont.«

 

Die klugen und triftigen Gründe, die im vorstehenden Placaert dargelegt, dünken mich ausreichend, Sir, um jegliches Gezeter zum Verstummen zu bringen, das unter jenen Leuten im Gange ist, die sich ein Ansehen geben, aber von den wahren Interessen Großbritanniens nichts verstehen; denn wenn die Aufnahme fleißiger und emsiger Arbeiter in den Niederlanden sich als so nützlich für den Staat erwiesen hat, ist das eine hinlängliche Begründung für Ihre Königliche Hoheit, sich nicht zu trennen von einem solchen Schatz, wie es die Pfälzer wären für sie, die sie mehr Platz hat, sie aufzunehmen, mehr Ödland zum Urbarmachen und in ihrem Gebiet mehr Manufakturen, sie zu beschäftigen, als alle Provinzen der Niederlande von sich behaupten können. Und Ihre Majestät und Dero Regierung sind auch nicht gleichgültig gegen die unheilvollen Auswirkungen in Spanien, Frankreich, Savoyen und anderen Staaten, die, indem sie ihre besten Untertanen verbannen und keine erfolgreichen Methoden anwenden, ihre Gebiete zu repeuplieren, diese einst so fruchtbaren und blühenden Länder dermaßen ausgelaugt gemacht haben, daß nach menschlicher Voraussicht zwei Zeitalter hintereinander ihnen ihre einstige Wohlhabenheit und Herrlichkeit nicht werden zurückgeben können. Aber von solchen Begründungen abgesehen, diese armen Pfälzer aufzunehmen und ihnen beizustehen ist für mich nur das Begleichen einer rechtmäßigen Schuld für die Gastfreundschaft, die sie vielen unserer gelehrten Geistlichen erwiesen, welche während der Verfolgungen zur Zeit Königin Marias jenseits des Meeres Schutz suchen mußten und in Frankfurt in Deutschland, in der Pfalz, in den Niederlanden, in der Schweiz und anderswo gastfreundliche Aufnahme fanden; und sollen wir nun zulassen, daß ein Nachfahre unserer quondam Wohltäter zugrunde geht aus Mangel an Brot, das uns die Vorsehung zur Linderung in die Arme geworfen hat? Berichtet es nicht in Gat &c. Soll nie einer, zur Schande der britischen Nation, sagen, daß dieselbe der großen Pflicht der Wohltätigkeit nicht Genüge tue, so wie einige unserer Meckerer und Nörgler die Nation verlästern, sondern vielmehr sollen jene engherzigen, unbarmherzigen, scheinheiligen Christen durch Schande gebrandmarkt und von den guten Menschen Englands unterschieden sein, welche großzügig und mit offenen Herzen und Händen zur Ernährung ihrer bedrängten protestantischen Brüder beitragen. Weil sie sich nicht in die Lage dieser armen Pfälzer versetzen und in ihrem Falle tun, was sie wollen, daß man ihnen tue, wenn es der ihre wäre, erfüllen sie die Welt mit Geschrei und Geschwätz, ganz im Gegensatz zu der Religion, zu der sie sich bekennen, die sie zumindest zu schweigenden, wiewohl nicht freigebigen, stummen Bewunderern der Mildtätigkeit anderer machen würde, obgleich sie ohne jegliches Gefühl wären und nicht das Herz hätten, selbst mildtätig zu sein. Wie haben diese erbärmlichen selbstsüchtigen Bestien vergessen, daß, wäre die Vorsehung nicht durch die kürzliche geglückte Revolution schier wundersam zu unserem Behufe eingeschritten, die Lage der Pfälzer auch die unsere hätte sein können, in der düsteren Aussicht, die wir unter einer vormaligen Regentschaft hatten, vor gleicher Verfolgung zu fliehen, als einige unsere Bischöfe im Tower gefangengesetzt wurden, einer von der Ausübung seines Bischofsamtes suspendiert wurde, weil er nicht gegen das Gesetz handeln wollte, und einige unserer Prediger ebenso suspendiert wurden, weil sie gegen papistischen Aberglauben und Götzendienst zu Felde zogen; unsere Kollegen waren in die Hand der Papisten gegeben, und alles lief auf die völlige Vernichtung der protestantischen Religion zu, hätte Gott der Allmächtige der papistischen Raserei nicht Einhalt geboten, wie dem tosenden Meer, indem er sprach, Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter; da gefiel es Gott, über unseren Rücken die Geißel zu schwenken, unter welcher die armen Pfälzer lange gelitten, und wie können wir Gott diese Errettung besser vergelten als durch Mildtätigkeit an unseren geplagten Brüdern. Und sollen alle, die diese Pflicht versäumen, ernstlich bedenken, daß beim Jüngsten Gericht unser Erlöser besonders darauf achten wird, ob, als er hungrig gewesen, sie ihn gespeist haben, als er durstig gewesen, sie ihn getränkt haben, als er ein Gast gewesen, sie ihn beherbergt haben, als er nackt gewesen, sie ihn bekleidet haben, als er krank gewesen, sie ihn besucht haben, als er gefangen gewesen, sie zu ihm gekommen sind, und was sie dem geringsten seiner Brüder getan haben, das wird er ansehen, als hätten sie es ihm getan, und jegliches Versäumnis hart bestrafen.

Aus dem Englischen von Heide Lipecky

 

SINN UND FORM 2/2016, S. 164-200, hier S. 169-174